Frankfurter Sparkasse Ironman European Championship und Langdistanz Challenge Roth am 8. Juli 2012

Frankfurter Sparkasse Ironman European Championship, 8.7.2012

(3,8 km - 180,2 km- 42,2 km)

Name, Vorname
Schwimmen Radfahren Laufen Gesamtzeit Gesamtplatz Platz AK
Hoffmeister, Torben
1:01:42 5:17:01 3:38:40 10:02:59 323. 8.M20

 

Langdistanz Challenge Roth, 8.7.2012

(3,8 km - 180 km- 42,195 km)

Name, Vorname
Schwimmen Radfahren Laufen Gesamtzeit Gesamtplatz Platz AK
Alsleben, Susanne
1:07:05 5:50:32 4:57:12 12:00:56 171. Frau 53. W30
             
Dietrich, Dominik 1.09:59 5:49:33 4:35:14 11:44:37 1444. Mann 21. M20
Torben Hoffmeister beim Zieleinlauf am Römer
Torben Hoffmeister beim Zieleinlauf am Römer
Dominik Dietrich auf der Zielgeraden in Roth
Dominik Dietrich auf der Zielgeraden in Roth

25 Jahre hat das Triathlon-Langdistanzrennen in Roth mittlerweile auf dem „Buckel“. Dabei sind viele Geschichten entstanden und viele Besonderheiten haben sich im Frankenland abgespielt, aber was neben den Profi- und die Hobby-Triathleten am Sonntag, den 8. Juli erleben durften, hat es bislang noch nie gegeben. Beim Challenge Roth wurden 2012 erstmals die offiziellen Europameistertitel über die Langdistanz der Europäischen Triathlon Union vergeben. Die ambitionierten Breitensportler starten im gleichen Wettkampf und auf den gleichen Strecken wie die Profis. Dies macht Triathlon so besonders. Aus unserer Region starteten eine Sportlerin und drei Sportler.

  

Eine sehr gute Vorstellung lieferte auch der 22jährige Dominik Dietrich vom SV Bayreuth ab. Bisher startete er auf Sprint- und Olympische Distanzen. Seit zwei Jahren ist er vom Mythos Roth und der Langdistanz fasziniert. In der Triathlonhochburg absolvierte er seine erste Langdistanz ohne vorher eine Mitteldistanz (2 Kilometer Schwimmen, 80 Kilometer Radfahren, 20 Kilometer Laufen), wie in den letzten Jahren in Kulmbach angeboten, absolviert zu haben. Nur eine Woche nach der Challenge Roth 2011 entschloss er sich dieses Jahr zu starten, da er von einem Finisher 2011 eine Gutschein für einen Startplatzgarantie 2012 erhalten hatte. Die „Atmosphäre war überall super. Besondes am Solarer Berg!“, so der Lehramtsstudent an der Uni Bayreuth. Der Solarer Berg ist das Stimmungsnest an der Strecke. Hier herrscht Tour de France-Atmosphäre pur, was fast noch untertrieben ist, denn die berühmte "Tour" könnte sich hier "am Berg" bei den unübersehbaren Zuschauermassen vom Challenge inspirieren lassen. Das Schwimmen war für Ihn überraschend gut. „Einzig ärgerlich war, dass ich dreimal einen Stopp einlegen musste um die Schwimmbrille zu richten.“ Für das Schwimm benötige er 1:09:59 um dann nach einer Wechselzeit von 3:52 gut auf den Radsplit zu wechseln und die 180 Kilometer in knapp über 6 Stunden zu fahren. Mit der Radzeit war der Sportler sehr zufrieden und auch der Wind wurde zwar als unangenehme aber verkraftbar empfunden. „Bis Kilomter 16 war das Lauf sehr harmonisch, danach hatte ich leider mit Magenkrämpfen zu kämpfen. “ Dietrich erreichte das Ziel in 11:44:37 auf Platz 1.445 und als 21. Seiner Altersklasse AK 20.

 

Susanne Alsleben ging mit der Startnummer 628 bereits zum zweiten Mal nach 2010 in Roth an den Start. Die besonders aktive Ausdauersportlerin vom SV Bayreuth ist viel auf dem Mountainbike, zum Beispiel zum Alpencross, unterwegs. „Triathlon macht Sie nach Lust und Laune“, sagt die Sportlerin welche nach einer Gesamtzeit von nur 12:00:56 in das Ziel kommt und somit Platz 53 Ihrer AK30 und Platz 171 erreicht. „Das Schwimmen war super, auf dem Rad war es sehr windig. Nach diesen schwierige Bedingungen und Rückenschmerzen war der Lauf eine richtige Herausforderung.“ Dies bedeutet eine hervorragende Schwimmzeit von nur 1:07:05, eine Radzeit von unter 6 Stunden und einer Laufzeit von unter 5 Stunden.

 

Geschichte Roth

 

1988 schlug dort die Geburtsstunde dieses Triathlon-Events auf der Langdistanz. Unter dem damaligen Label „Ironman Europe“ starteten vor genau einem Vierteljahrhundert 706 Athleten in das noch ungewöhnliche Abenteuer des jungen Sportwettkampfs. 587 davon erreichten die Finishline. Die Sieger des ersten Ironman in Roth hießen Axel Koenders aus den Niederlanden (Weltbestzeit mit 8:13:11 Stunden) und Rita Keitmann aus Dortmund, die damals noch 10:07:35 Stunden für die 226 Kilometer brauchte. Fast alles hat sich seit jener Zeit geändert: Nach 14 Ironman-Wettkämpfen findet das Rennen 2012 bereits zum elften Mal als „Challenge Roth“ statt, die Teilnehmerzahlen haben sich versiebenfacht, und die Siegerzeiten der heutigen Top-Stars sind Lichtjahre von damals entfernt. Eine Chrissie Wellington kommt inzwischen mit ihrer aktuellen Weltbestzeit von 8:18:13 Stunden fast an den ersten Roth-Gewinner Koenders heran.