10. Triathlon von Aix-les-Bains am 14. September 2014

Triathlon XS

( 0,375 km -  12 km - 2,5 km)

Name,Vorname

Schwimmen

Radfahren Laufen Gesamtzeit Gesamtplatz Platz AK
Kirchhofer, Susanne 00:11:28 0:27:32 0:15:07 0:54:06 53. Frau
3. V3F
 

Triathlon M

( 1,5 km -  48 km - 10 km)

Name,Vorname

Schwimmen

Radfahren Laufen Gesamtzeit Gesamtplatz Platz AK
Merz, Mona 00:43:30 2:05:41 0:57:30 3:46:40 56. Frau 14. S2F
 

1. Die vier SV Bayreuther vor dem "Palais de l'Isle"

2. Die vier SV Bayreuther auf der Terrasse des Schlosses

3. Die vier SV Bayreuther beim Picknicken am See

4. Susu im Ziel

5. Alfred vor dem Start

6. Schwimmstart

7. Mona beim Laufen

8. Mona im Ziel

9. Blumenuhr in Genf

10. Jet d'Eau in Genf

11. Yvoire

12. Casino in Evian

13. Figur aus Treibholz in Evian

14. Blick von der Jugendherberge zum See


Fahrt nach Annecy

Freitag, 12.9.2014

Bei strömenden Regen sind wir morgens in Deutschland losgefahren und nach der halben Durchfahrt durch die Schweiz hörte der Regen endlich auf. Am Genfer See wurde es dann richtig schön. Wir kamen dann um ca.17 Uhr in Annecy an und haben unser Zimmer (Vierbettzimmer) in Beschlag genommen.  Es gab keine Möglichkeiten, in der Jugendherberge ein Essen zu bekommen und so haben wir unsere mitgebrachte Alimente zusammengeworfen und wir Susu hat uns ein tolles Abendessen gezaubert. Wir haben das Essen auf der Terrasse der Jungendherberge mit Blick auf den See und Alpenglühen zu uns genommen.

 

Samstag, 13.9.2014

Um 7 Uhr klingelt der Wecker und wir nehmen das üppige  Frühstück ein (verschiedene Brote, Aufstrich, verschiedenen Müsli-Sorten, Früchte, Säfte, Tee und Kaffee) und fahren dann in die Stadt zu unserer Stadtführung. Auf dem Weg dorthin stoppen wir noch an einer ultramodernen Toilette. Leider habe ich das System nicht richtig durchschaut. Nach jedem Toilettenbesuch wird hier alles vollautomatisch desinfiziert. Ich  befinde mich also leider im stillen Örtchen, als alles desinfiziert wird. Aus verschiedenen Schleusen spritzt Desinfektionsmittel und ich werde ziemlich nass. Als ich mich setzen will, klappt automatisch die Klobrille runter und dann geht das Licht aus. Alles in allem ein tolles Erlebnis.

Die Stadtführung ist hochinteressant und dauert über zwei Stunden. Wir erfahren einiges über die Stadt, die Gegend, das Schloss und den sauberen See.  Die Stadt mit den drei Kanälen wird das Venedig der Alpen genannt. Früher konnte man an den Kanälen nicht entlang gehen, die Fußwege wurden erst später errichtet. Auch der See war früher sehr schmutzig. Vor ca. 50 Jahren wurde eine Ringkanalisation angelegt, ein wenig außerhalb und direkt unter dem natürlichen Fluss, dem Thiou. Nun ist der See einer der saubersten Europas mit einigen Quellen, die den See speisen. Das Wasser fließt dann über die Kanäle ab. Annecy hat ca. 50.000 Einwohner, Tendenz steigend. Die Haupteinnahmequelle sind nicht die Touristen, die sich durch die Stadt wälzen, sondern die Industrie (v.a. Kugellager) und die Geschäfte. Touristen kommen erst an dritter Stelle. Früher waren nur wenige Häuser in Annecy aus Stein und die Brandgefahr war hoch. Nach und nach wurden die Häuser dann aus Stein gebaut und mit Ziegeln gedeckt und auch mit Sanitäranlagen ausgestattet. Früher gab es in Annecy 19 Kirchen und Kloster, wobei nicht mehr alle Kirchen erhalten sind, v.a. die Glockentürme wurden geköpft. Wir machen einen Abstecher zum Schloss, welches über 400 Jahre hinweg erbaut wurde und irgendwann in desolaten Zustand von der Stadt Annecy erworben und renoviert wurde. Von hier oben, d.h. 20 m über der Stadt, hat man einen wunderbaren Blick auf die umliegenden Bergmassive. Auch die Römerstraße führte früher durch die Stadt.  Die Führung endet mit dem Besuch des ehemaligen Gefängnisses und Justizgebäudes auf der Insel. Diese Insel hat die Form eines Schiffs und ist nach dem Eiffelturm die meist fotografierte Sehenswürdigkeit.

Im Anschluss picknicken wir auf der riesigen Rasenfläche am See mit der Bergkulisse und dem See im Hintergrund. Ein Traum.

Der nächste Punkt auf dem Programm ist die Bootsfahrt auf dem 14 km langen Annecy See, der sich in den großen und den kleinen See aufteilt. Wir fahren nur über den großen See und kehren an der schmalsten Stelle des Sees wieder um. Die einzelnen Städte am See werden uns gezeigt. Auf der Ostseite gibt es ein paar Sternerestaurants. Es ist sehr viel los auf dem Wasser des Sees, der an der tiefsten Stelle 82 m misst: Segler, Wasserskifahrer, Tretbootfahrer und Surfer tummeln sich in Maßen und manchmal kommen ein paar Surfer und Segler dem Ausflugsboot gefährlich nahe.

Wir brechen dann nach Aix-les-Bains auf und holen unsere Startunterlagen. Die Jungendherberge, in der wir übernachten, liegt nur ca. 300 m vom Start des Triathlons entfernt. Nach einer kurzen Pause am See Lac de Bourget, der größte natürliche See Frankreichs, checken wir ein, geniessen die Terrasse und dann brutzeln wir uns in der Jugendherbergsküche was Leckeres zum Abendessen.

 

Sonntag, 14.9.2014

Heute geht es früh los, weil Susus Triathlon schon um 9 Uhr startet. Praktisch ist, dass die Jugendherberge 300 m vom Start entfernt ist. Susu kann also gleich um 7h30 ihr Rad einchecken, dann kommt sie zum Frühstücken und dann gehen wir los, um dann um 8h30 bei der cWettkampfbesprechung und um 9 Uhr beim Start zu sein. Zuerst starten die Damen auf die 375 m lange Schwimmstrecke, ein paar Minuten später die Männer und dann die Staffelteilnehmer. Im Anschluß folgt die 12 km flache Radstrecke und die 2,5 km flache Laufstrecke.  Noch ist es ein ganz klein wenig frisch, aber die Sonne verdrängt den Hochnebel oben auf den Bergen. Susu managt ihren kleinen Wettkampf hervorragend.

Als nächstes checken Mona und Alfred ihre Räder ein. Aufgrund von starken Schmerzen in der Leiste muss ich passen, was ich sehr bedauere, denn es ist perfektes Triathlonwetter. Schön, aber nicht zu heiss.  Es sind an die 600 Teilnehmer. Das kleine Feld der weiblichen Starter schwimmt um 11h55 los, um Mittag folgen die Männer und 5 Minuten später dann die Staffelteilnehmer. Der See hat ca. 21°C und Mona schwimmt ohne Neo. In Frankreich gibt es bei der Olympischen Distanz erst ab 23°C ein Neo-Verbot. Beschreibung der Schwimmstrecke durch Mona: „Die ca. 60 Damen starteten 5 Minuten vor den Männern. Die Entscheidung ohne Neo zu starten traf ich als einzige Dies war aber kein Problem, denn die Wassertemperatur war o.k. Als dann aber die Männer über uns drüber schwammen, wurden doch einige Tritte ausgeteilt. Die Übersichtlichkeit in dem traumhaft klaren türkisfarbenen Wasser war auch dank der großen Bojen gegeben. Allein die Wellen waren auf dem Rückweg etwas unangenehm.“

Beschreibung der Radstrecke durch Alfred: „Zu Beginn für ca. 12 km war die gut befahrbare Radstrecke entlang des Sees flach. Dann begann allerdings der Anstieg, erst eine angenehme Steigung, die dann in eine Passstraße mit unzähligen Serpentinen überging.  Leider war diese Passstraße durch die Schlaglöcher und den rauen Asphalt schwierig zu befahren.   Die Wendepunktstrecke hatte insgesamt 675 Höhenmeter und 48 km. Die Aussicht war grandios und entschädigte für die Strapazen. „

Die  Laufstrecke bestand aus 4 Runden à 2,5 km, die meistens unter schattigen Platanen verlief. Nur ein kurzes Stück am Hafen war sonnig.

Leider musste Alfred auf der Laufstrecke aufgrund von Schmerzen im Wadenbereich aufgeben, was wir allerdings schon befürchtet hatten. Mona hat die Fahne des SV Bayreuth hoch gehalten und finishte diesen anspruchsvollen Wettkampf.

Im Massagezelt lasse ich mich kurz behandeln, wegen meiner schmerzenden Hüfte. Die Dame findet gleich heraus, was ich habe. Die Schmerzen in der Leiste kommen von einem ausgerenkten Wirbel. Sie renkt mir den Wirbel wieder ein, was ordentlich knackt und sagt mir, dass es noch zwei bis drei Tage schmerzen wird, doch dann weg sein sollte.

Was in Deutschland aufgrund unserer katastrophalen medizinischen Versorgung von Sport-treibenden Personen zu einem Megaproblem geworden wäre, hat sich somit in Frankreich schnell lösen lassen.

Nach dem Wettkampf spendierte uns mein Bekannter, Laurent, ein Eis in einer Eisdiele bevor wir uns dann wieder auf dem Weg zurück nach Annecy machen.

 

Montag, 15.9.2014

Nach einem ausgiebigen Frühstück gehen wir auf Sightseeing-Tour. Wir fahren zuerst nach Genf, wo wir die drei Hauptattraktionen „mitnehmen“: die Altstadt, den Jet d’Eau (eine 140 m hohe Wasserfontäne im Genfer See) sowie die riesige Blumenuhr, die sich am See gegenüber den zahlreichen Uhrgeschäften (Rolex, Tissot, Jahan etc.) befindet. Nun geht es weiter über die Grenze nach Frankreich nach Yvoire, dem angeblich schönsten Ort Frankreichs. Der kleine malerische Ort am Genfer See mit seinen alten Häusern, die alle üppig mit Blumen geschmückt sind, ist ein Traum. Wir schlendern durch den Ort und fahren dann weiter nach Evian-Les-Bains, dem Kurort, aus dem das bekannte Evian-Mineralwasser kommt. Wir holen uns ein paar Leckereien aus einer Bäckerei, die wir an der Uferpromenade verspeisen. Auf der gegenüberliegenden Seite des über 70 km langen Sees befindet sich Lausanne.  Wir schlendern an ein paar imposanten Gebäuden am Ufer entlang, dem Casino, dem Rathaus, dem Palais Lumière (Museum) und gehen dann durch die Fußgängerzone zurück zum Bus. Wir machen auch noch kurz halt an einer Evian-Quelle, an der man kostenlos Evian-Wasser abfüllen kann. Gegen 18 Uhr sind wir zurück in Annecy.