Nach monatelanger, corona-bedingter Wettkampfpause ergab sich am vergangenen Wochenende zumindest für einen Schwimmer des SV Bayreuth endlich wieder die Gelegenheit, Wettkampfluft zu schnuppern. Beim Bundesstützpunkt-Wettkampf in Berlin, zu dem ausschließlich Mitglieder des Bundeskaders des Deutschen Schwimm-Verbands eingeladen wurden, war auch Finn-Constantin Kleinheinz eingeladen. Nach seinen hervorragenden Leistungen im letzten Jahr – gekrönt vom Deutschen Meistertitel in seinem Jahrgang über 200m Freistil – gehört er in diesem Jahr dem Bundeskader NK2 an.

Mit gerade einmal 13 Jahren musste sich Finn als jüngster Teilnehmer in einem hochkarätigen Teilnehmerfeld beweisen, dem auch Teilnehmer der Olympiade 2016 und Profi-Schwimmer angehörten. Trotz der widrigen Trainingsbedingungen in den vergangenen Monaten, in denen vor allem in Bayern monatelang alle Schwimmbäder geschlossen bleiben mussten, löste Finn diese Herausforderung mit Bravour.

Auf allen 6 Distanzen – 50, 100, 200, 400, 800 und 1500m Freistil – auf denen er an den Start ging, erzielte er neue persönliche Bestzeiten. Damit erlangte er in dem deutlich älteren Teilnehmerfeld Platzierungen zwischen Platz 7 über 1500m und Platz 16 über 100m. Beeindruckend waren dabei insbesondere seine drei neu aufgestellten bayerischen Altersklassenrekorde, mit denen er sich in die Bestenlisten des Bayerischen Schwimm-Verbands eintrug. Vor allem auf den langen Strecken überzeugte Finn und verbesserte über 800m (8:54,98) und 1500m (17:16,13) seine eigenen, erst Anfang des Jahres aufgestellten, Rekorde – um jeweils mehr als 10 Sekunden. Zudem holte er sich auch auf der 400m-Distanz mit 4:23,45 Minuten den bayerischen Altersklassenrekord, der auf dieser Distanz im Jahr 2014 von einem Würzburger Schwimmer aufgestellt wurde.

Ganz offensichtlich lassen die Trainingsunterbrechung und die lange Wettkampfpause Finn auf seiner Jagd nach neuen Rekorden unbeeindruckt. Nachdem er Anfang des Jahres über mehrere Distanzen Süddeutscher Jahrgangsmeister wurde, wird er zum Abschluss des Jahres aller Voraussicht nach endlich wieder auf Titeljagd gehen können. Sofern es die Corona-Situation zulässt, sollen dann die Deutschen Jahrgangsmeisterschaften in Dortmund nachgeholt werden.