Vollkommen unbeeindruckt von den andauernden Einschränkungen infolge der Corona-Pandemie zeigte sich am vergangenen Samstag Finn-Constantin Kleinheinz beim Vergleichswettkampf der Bundes- und Landeskader in Würzburg. Obwohl seit März nahezu alle Schwimmwettkämpfe ausgefallen waren, fand nach monatelanger Pause kurz vor Weihnachten ein Vergleichswettkampf statt, zu dem weniger als 30 Schwimmer – ausschließlich aus dem Bundes- sowie den Landeskadern – eingeladen waren.

Nachdem Kleinheinz in diesem Jahr bereits mehrere Bayerische Altersklassenrekorde geknackt hatte, ging er diesmal über 3 Distanzen auf die Jagd nach weiteren Rekorden. Die Distanz über 200m Freistil nutzte er dabei zum Einschwimmen und blieb mit 2:05,78 Minuten und Platz 4 minimal hinter der eigenen Bestzeit zurück.

Nicht nur die eigene Bestzeit knackte er hingegen über 800m Freistil. Nachdem Kleinheinz den bestehenden Bayerischen Altersklassenrekord in diesem Jahr bereits aufstellte und anschließend verbesserte, setzte er in Würzburg noch einen drauf. Mit einer Zeit von 8:51,10 Minuten verbesserte er den eigenen Rekord noch einmal um knapp 4 Sekunden. Zudem war er damit der schnellste Schwimmer auf dieser Distanz im hochkarätig besetzten Teilnehmerfeld. Im Übrigen fehlten Kleinheinz auch nur rund 4 Sekunden auf den Deutschen Altersklassenrekord, der bereits im Jahr 1985 vom mehrmaligen Junioren-Europameister Torsten Wilhelm aufgestellt wurde und der zu den ältesten Schwimmrekorden in Deutschland gehört.

Auch über 400m Freistil knackte er schließlich die eigene Bestzeit und eroberte zudem mit 4:19,27 einen weiteren Bayerischen Altersklassenrekord. Den im Jahr 2014 vom Würzburger Jan Laudam aufgestellten Rekord verbesserte er dabei um fast 6 Sekunden! Damit schwamm der 13-Jährige auf Platz 3 hinter zwei bereits volljährigen Schwimmern, wobei der Frankfurter Richard Braunberger aus dem Nationalkader hier Platz 1 belegte.

Damit beendet Finn-Constantin Kleinheinz trotz mehrmonatiger Trainingspause während des Lockdowns im März und langer Wettkampfpause ein Jahr, geprägt von zahlreichen Rekorden. Dies spiegelt sich auch in der bundesweiten Bestenliste des Deutschen Schwimmverbands wider. Dort beendet er das Jahr 2020 über 200m, 400m, 800m und 1500m Freistil innerhalb seines Jahrgang als klarer bundesweiter Tabellenführer.

Abschließend geht ein großer Dank an die Sportstadt Bayreuth, die es trotz der erheblichen Einschränkungen im November und Dezember möglich machte, dass die Kadersportler in Bayreuth weiterhin trainieren konnten, während in allen anderen oberfränkischen Städten keine Wasserflächen mehr zur Verfügung standen.