Unter strengen Hygieneauflagen, die unter anderem verpflichtende, negative PCR-Tests und eine FFP2-Maskenpflicht beinhalteten, kamen am vergangenen Wochenende Schwimmer aus dem Bundes- und Landeskader zu einem Test-Wettkampf ins SVB-Hallenbad. Während am Samstag ausschließlich die Jahrgänge 2010 bis 2008 an den Start gingen, durften am Sonntag die Jahrgänge 2007 und älter ins Hallenbad.

Bei den jüngsten Teilnehmern trat der erst 10-jährige Kimi Brückner für den SV Bayreuth an, der infolge einer erfolgreichen Talentsichtung und aufgrund seiner stark eingeschränkten Sehfähigkeit seit 2021 dem Landeskader Para-Schwimmen angehört. Nach einer Zwangstrainingpause darf er daher seit Januar wieder bei seiner Trainerin Anna-Lena Lotz trainieren und ging nach dementsprechend sehr langer Wettkampfpause direkt über 7 Distanzen an den Start. Dabei erzielte er auf allen Distanzen persönliche Bestzeiten.

Ebenfalls bereits am Samstag zeigte der auf 2 Distanzen amtierende Bayerische Meister Simon Brugger sein Können. Da er als Mitglied des Landeskaders bereits zwei Wochen zuvor zu einem Test-Wettkampf in Regensburg eingeladen war, bestritt er bereits den zweiten Wettkampf des Jahres und schlug dabei ebenfalls auf allen 6 Distanzen seine Bestzeiten. Dabei erzielte er über 200m Schmetterling und 800m Freistil die jeweils schnellste, deutschlandweit in diesem Jahr in seinem Jahrgang geschwommene Zeit und liegt damit an der Tabellenspitze der bundesweiten Bestenliste. Bereits beim Wettkampf in Regensburg erzielte Simon Brugger über 1.500m Freistil den Jahresbestwert, so dass er nun über 3 Distanzen deutschlandweit in Tabellenführung liegt.

Einen Tag später schlug dann die Stunde der Rekordjäger. Finn-Constantin Kleinheinz, der bereits im Vorjahr 3 Bayerische Altersklassenrekorde knackte, setzte in seiner neuen Altersklasse genau dort an, wo er im letzten Jahr aufgehört hatte. Bereits beim zweiten Wettkampf dieses Jahres holte er sich den Rekord über 800m Freistil mit einer hervorragenden Zeit von 8:50,53. Damit verbesserte er den bestehenden Rekord um mehr als 9 Sekunden, den übrigens kein Geringerer als der Ex-Bayreuther und Olympionike von 2016 Florian Vogel, damals noch für den SV Bayreuth, im Jahr 2008 aufstellte. Mit seinen Zeiten liegt er nun über 400m, 800m und 1.500m Freistil bundesweit an der Tabellenspitze.

Beim Verbessern der eigenen Bestzeiten waren auch der Kaderschwimmer Jonas Zwenzner und die Kadertriathletin Anna Brugger erfolgreich. Jonas Zwenzner, der ebenfalls bereits seinen zweiten Wettkampf in diesem Jahr bestritt, verbesserte bei seinen insgesamt 5 Starts 4 Bestzeiten und schwamm über 200m Brust eine sehr starke 2:49,10 und blieb damit 6 Sekunden unter seiner bisherigen Bestzeit. Anna Brugger, die ihren ersten Wettkampf im Jahr 2021 bestreiten durfte, verbesserte gar bei jedem Start ihre Bestzeit deutlich und erzielte den 5. und den 6. Platz in ihrem Jahrgang auf den deutschen Bestenlisten.

Darüber hinaus ging mit Yannick Pelikan auch ein Neuzugang an den Start. Der amtierende, 4-fache Süddeutsche Meister wechselte im Januar von Offenbach zum SV Bayreuth in die von Alexandra Lábdy trainierte Mannschaft und ist aufgrund seiner Zugehörigkeit zum Bayerischen Para-Kader ebenfalls wettkampf- und trainingsberechtigt. Er ließ vor allem über die 50m Schmetterling aufhorchen, wo er mit einer Zeit von 0:29,30 seine Bestzeit um mehr als 0,5 Sekunden verbesserte.

Des Weiteren wurden die Sportler und Kampfrichter – Zuschauer waren Corona-bedingt nicht zugelassen – auch Zeuge mehrerer neuer Deutscher Rekorde. Der amtierende Para-Weltmeister über 100m Brust, Taliso Engel, erzielte gleich drei beeindruckende, neue Deutsche Rekorde, während der Nürnberger Johannes Weinberg, der auf der Jagd nach der EM-Norm war, seinen selbst aufgestellten Deutschen Rekord über 50m Freistil verbesserte.