Top Teamleistungen bei der DMS 2017

Beide Mannschaften lassen Trainer und Schwimmwart bis zum Schluss zittern!

 

Mit Punktlandung in die Bayernliga - Herrenmannschaft des SV Bayreuth überzeugt mit starken Leistungen und schafft den Sprung in die Bayernliga - Frauen überraschen mit Platz drei in der Bayernliga

 

DMS das bedeutet der Saisonhöhepunkt auf der Kurzbahn für die ersten Mannschaften. Mit viel Spannung und viel Erwartungen fiebert man dem DMS Durchgang entgegen. Je näher der Wettkampf rückt, desto nervöser werden Sportler, desto höher werden die Erwartungen jedes Einzelnen. Als Trainer ist es in der Phase oft nicht einfach, der eine Teil der Mannschaft muss von den wachsenden Selbstzweifeln befreit werden. Ein anderer Teil des Teams muss manchmal wieder zurück auf den Teppich geholt werden. Zum Glück gibt es auch noch die Sportler über die man sich weniger Gedanken machen muss.

In dieser Saison sprach die Männermannschaft immer wieder vom Aufstieg in die Bayernliga. Immer wieder gingen sie die Aufstellung durch und Max war der festen Überzeugung den Aufstieg schaffen zu können. Ich selbst war mir sehr unsicher ob dieses Ziel nicht zu hoch gegriffen war und versuchte die Euphorie etwas zu bremsen. Christoph machte sich über die Aufstellung und die Mannschaft entschied sich in Absprache mit mir für eine Aufstellung in der es für jeden auch Strecken gab auf die man sich freuen konnte. Sicherlich hätte man die Aufstellung noch optimieren können, wir entschieden uns jedoch für den Kompromiss: möglichst viele Punkte, den Aufstieg jedoch nicht zu jedem Preis.

Was noch am Wettkampftag wie eine Wunschvorstellung klang ist für die Herrenmannschaft des Schwimmvereins wahr geworden. Max sollte recht behalten. Dank ihrer starken Mannschaftsleistung gelang ihr der Sprung von der Landesliga in die Bayernliga.

Denkbar knapp ging es während des kompletten Wettkampfes zu. Weder mir als Trainer, noch Réne Möller als Schwimmwart blieb eine Minute zum Durchatmen. Die Jungs ließen uns den ganzen Tag leiden. Bis zum Schluss zitterten alle beim Auswerter und 1. Vorsitzenden des Vereines Tobias Zinke um die endgültige Platzierung zu erfahren. Tobi machte es am Ende spannend und die Minuten bis zum Endergebnis zogen sich sehr.

Die ersten beiden Teams aus allen Landesligen in Bayern stiegen direkt in die höhere Liga auf. Mit 12521 gelang dem SVB der direkte Sprung auf Platz zwei. Dicht gefolgt von der Mannschaft der SG Mittelfranken II. Diese konnten mit gerade einmal 62 Punkten auf Abstand gehalten werden. 62 Punkte bedeuten auf den 26 geschwommenen Strecken gerade mal wenige Hunderstel. Bedeutet am Ende, das niemand hätte langsamer sein dürfen!

Die meisten Punkte sammelte Florian Müller (2001). Über die vier geschwommenen Strecken brachte er der Mannschaft 2277 Punkte ein. Seine punktbeste Leistung erreichte er über 100m Brust. Dort schlug er in 1:05,67 an und bekam 607 Punkte. Ähnliches gelang ihm über die doppelte Distanz wo 600 Punkte für eine Zeit von 2:22,79 bekam.

Sein Vereinskamerad Max Deichsel (1991) der erstmals für die Männermannschaft in der Landesliga antrat, sammelte ähnlich viele Punkte wie Flo. 2182 Zähler gingen am Ende auf sein Konto. Hierbei überzeugte er vor allem über 200m Lagen. Dort schwamm er in 2:11,59 zu 578 Punkten. Über 100m Schmetterling schlug er nach 59,01 Sekunden an und bekam hierfür 553 Punkte. Sein Studienkollege Christoph Argauer (1991) der ebenfalls erstmals für das Männerteam an den Start ging konnte genau wie Flo und Max mit einem starken Wettkampf sowie Bestleistungen überzeugen. Christoph einer derjenigen der die Wochen vorher schon mit großer Anspannung ins Training ging, hatte seine Nerven an diesem Tag gut im Griff. Über 100m Brust gelang es ihm die Marke von 1:10 zu knacken. Er beendete das Rennen in 1:09,90. Auch die weiteren Strecken konnte er sehr gut beenden. Über 100m Freistil kam er nach 56,35 Sekunden ins Ziel. Über die jeweils doppelten Distanzen kam er ebenfalls bis auf wenige Zehntel an seine persönlichen Bestleistungen heran.

 

Marc Birkle (2000) der in den letzten Monaten mehr mit Abwesenheit im Training glänzte, bewies was für ein Teamkämpfer er ist. Trotz des mangelnden Trainings gelang es ihm über 50m Freistil eine neue Bestzeit zu erzielen, dort kam er nach 25,80 Sekunden ins Ziel. Nun hofft seine Mannschaft das er wieder häufiger im SVB Hallenbad gesichtet wird und mit seiner besonderen Art das Training der Mannschaft auflockert.

Der 14-jährige Nico Heilmann musste über seine Nebenstrecken an den Start gehen. Seine Hauptlage Brust durfte er nicht schwimmen, da Flo und Christoph im Vorfeld schnellere Zeiten ablieferten. Dies störte Nico aber nicht, er überzeugte über die ungewohnten 1500 Freistil. In 18:24,45 schwamm er zu einer neuen persönlichen Bestzeit und sammelte dabei wichtige Punkte für die Mannschaft.

Vervollständigt wurde die Herrenmannschaft von drei unser Masterschwimmer. Oliver Pelzel (1984) der ausschließlich selbständig ohne Trainer und Pläne schwimmt überzeugte auf den Rückenstrecken. In 2:26,48 Minuten schlug er über 200m Rücken an und konnte sich im Vergleich zum Vorjahr um zwei Sekunden steigern und das obwohl er trotz des Zuwachses in der Familie mit Schlafdefiziten zu kämpfen hatte.

Kieran Garbutt (1976) verstärkte die Mannschaft über 100m Schmetterling und 100m Freistil. Über 100m Schmetterling kam er nach 1:06,14 ins Ziel. Obwohl er danach über „Lactose in seinen Armen“ klagte, kämpfte bis zum Ende und knackte über 100m Freistil die Minutenmarke. In 59,57 schlug er an. Alexander Kugler (1965) der älteste und damit erfahrenste Sportler im Team musste über 50m Freistil ran. Hier schlug er ihn für ihn sehr guten 26,94 Sekunden an. Garbutt und Kugler sind trotz ihres Alters Teil der ersten Mannschaft des Schwimmvereins und nehmen regelmäßig am Training der „jungen wilden“ Teil und vervollständigen damit die Mannschaft. Sie zeigen das Familie, Beruf und Sport mit viel Mühen unter einen Hut zu bekommen sind.

Mit am Start war ebenfalls der Profitriathlet Andreas Dreitz. Dreitz der bei Rainer Skutschik trainiert überraschte alle mit seiner starken Zeit über 1500m Freistil. Hier sammelte er wichtige 540 Punkte für die Mannschaft und schlug in 17:20,90 Minuten an. Auch über 400m Freistil fiel er als Triathlet nicht auf und schlug nach 4:29,60 an. Andi war sich sicher, dass die von Max ausgeliehene Wettkampfhose für seine gute Zeit verantwortlich war. Wir waren uns sicher das Andis Trainingsfleiß, Talent und Biss für diese starkte Zeit verantwortlich war.

Durch die durchweg guten Leistungen jedes einzelnen gelang den Herren der Aufstieg in die Bayernliga. Unterstützt wurden sie hierbei nicht nur vom Reserveschwimmer Christoph Ament, sondern auch von einem Großteil der Damenmannschaft.

Angefeuert durch unrhythmisches Trommeln und Anfeuerungsrufe gab die ganze Mannschaft ihr bestes. Zugegeben, musikalisch ist das genaue Gegenteil der SVB Truppe.

 

Einen Tag nach den Herren mussten die Damen beweisen das sie der Bayernliga gewachsen sind. Diesmal waren nicht die Damen nervös und mussten beruhigt werden, sondern ich als Trainer war diejenige die sich beruhigen musste.

Durch das Herrenteam angefeuert, lieferten sie sich ein spannendes Rennen mit den anderen neun Mannschaften der Liga. Während sie zwischenzeitlich gerade einmal 45 Punkte von einem Abstiegsrang trennten, bewiesen sie zum Ende des Wettkampfes das man auf sie zählen kann, wenn es drauf ankommt. Von Abstieg wollten sie nichts wissen und zogen an ihren Gegnern vorbei, so dass sie am Ende auf Platz drei landeten.

Auch in diesem Jahr gelang es Kim Lauterbach (1998) die meisten Punkte für die Mannschaft zu holen. Kim die inzwischen eine Ausbildung bei der Polizei macht, konnte diese Saison kaum trainieren. Dementsprechend verunsichert ging sie an den Start. Die Polizeischülerin sammelte 2385 Punkte die meisten Punkte, hierbei gelang es ihr über 50m sowie 100m Freistil die 600 Punkte Marke zu knacken. Für ihre Zeit von 27,46 Sekunden bekam sie 606 Punkte über die doppelte Distanz sogar 615Punkte für die Zeit von 59,86 Sekunden. Aber auch über ihre Hauptlage Brust überraschte sie mit starken Zeiten. Nach 1:14,65 Minuten schlug sie über 100m Brust an, die zweitbeste je geschwommene Zeit von ihr. Enorme Leistungen, wenn man bedenkt, dass die ausbildungsbedingt nur selten zum Trainieren kommt.

Stefanie Raps, die Spezialistin für die schwierigen Strecken, konnte bei vier Starts vier Bestleistungen verbuchen. Über 800m Freistil schwamm sie in 9:40,55 zu 562 Zählern. Weiterhin startete sie über 100 sowie 200m Schmetterling. Dort schlug sie nach 1:08,44 sowie nach 2:26,47 Minuten an. Wichtige Punkte sammelte sie außerdem über 400m Freistil.

Luisa Kauper (2003) die erstmals für das Damenteam des SVB an den Start ging, musste gleich ein hartes Programm absolvieren. 800m Freistil, 400m Lagen sowie ihre Paradestrecken 100m und 200m Brust standen auf ihrem Programm. Kauper gelang es hierbei bei gerade mal vier Starts acht neue Bestzeiten zu erzielen. So gelang es ihr über 800m Freistil bei ihren Durchgangszeiten ebenfalls neue persönliche Rekorde zu erzielen. Gleiches gelang ihr über 100m Brust. Hier schlug sie in 1:16,94 Minuten an und schwamm gleichzeitig auch neue Bestzeit über 50m Brust. Mit 532 Punkten erreichte sie hierbei auch ihre punktbeste Leistung, über 200m Brust bekam sie 523 Punkte. 2:46,97 bedeuteten ebenfalls einen neuen Rekord für Kauper.

Carmen Gräbner (2002) überzeugte auf den Lagendistanzen. Dort schwamm sie über 400m Lagen neue Bestzeit und bekam für ihre Zeit von 5:24,85 509 Punkte. Auch über 100m und 200m Freistil gelang es Gräbner ihre Bestzeiten zu steigern.

Jette Barthmann (2002) musste ebenfalls viermal für die Mannschaft an den Start. Sichtlich verkrampft und mit gereiztem Gemüt ging sie zu ihren Starts. Dort schwamm sie neue Bestleistungen über 200m Rücken (2:36,11) sowie über 200m Schmetterling. Erstmal auf der Kurzbahn über diese Distanz am Start, konnte sie gleich überzeugen und beendete das Rennen in 2:35,53 Minuten.

Casey Jendrny (2001) musste gesundheitlich angeschlagen an den Start. Über 400m Freistil schaffte sie es trotzdem noch die 5Minuten Marke zu knacken. 4:59,51 Minuten benötigte sie am Ende. Michelle Kahlke (2000) die bereits ihre sportliche Laufbahn im Sommer 2016 beendete, sprang nochmals für das Team ins Wasser. In 29,42 Sekunden beendete sie ihr Rennen über 50m Freistil und sammelte 492 Zähler für ihre Mannschaft. Selina Müller komplettierte die Mannschaft. Die Rückenspezialistin, die bereits seit einem Jahr schulbedingt nur noch sehr selten am Training teilnimmt, konnte vor allem über 100m Rücken überzeugen. In 1:08,44 Minuten schlug sie am Ende an. Dabei blieb sie, ohne wirkliches Training im letztem Jahr nur 44 Zehntel über ihrer persönlichen Bestleistung. Trotz eines überdehnten Daumes aufgrund einer Verletzung im Schulsport startete sie auch über die doppelte Distanz und sammelte auch hier wichtige Punkte für die Mannschaft.

 

Beide Mannschaften des Schwimmvereins starten somit im nächsten Jahr in der Bayernliga, ein großer Erfolg für die Mannschaft. Mit Spannung können wir der DMS 2018 dann wieder entgegenfiebern.