Bamberger Stadtmeisterschaften 2017

von Christoph Argauer

Am Sonntag nach dem DMS-Wochenende im heimischen SVB-Hallenbad welches den Saisonhöhepunkt der Wintersaison darstellte, bot sich die Möglichkeit bei den offenen Bamberger Stadtmeisterschaften nochmals die gute Form zu nutzen und letztmalig für diesen Winter die Kurzbahn zu rocken um vielleicht die ein oder andere persönliche Bestzeiten zu erschwimmen. Nachdem die zurückliegende Trainingswoche von kleineren Motivationstiefs oder krankheitsbedingten Komplettausfällen gekennzeichnet war, war die Ansage von Julia vor dem Wettkampf klar formuliert: Habt Spaß, geht ohne Druck an den Start und nutzt eure gute Form nochmal.

Da insgesamt nur acht Vereine gemeldet haben, verlief das Einschwimmen sehr entspannt und die SVBler nahmen eine Bahn komplett für sich in Beschlag. Obwohl zunächst noch einige Zweifel darin bestanden, ob die Form wirklich noch gut ist und schnelle Zeiten zulässt, wurden diese mit den ersten Sprints schnell verworfen und der Wettkampf begann mit den 200m Lagen der Damen. Den Anfang machen Jette Barthmann und Vanessa Nall, welche beide mit neuen persönlichen Bestzeiten Anschlagen konnten. Besonders bei Jette zeigte sich, welchen enormen Unterschied es macht, ob man nervös und voller Selbstzweifel an den Start geht wie vor Wochenfrist im SVB oder ganz entspannt und das Rennen einfach rutschen lässt. So konnte sie sich im Vergleich zur Vorwoche nochmal um über eine Sekunde steigern. Noch enormer war der Unterschied in ihrer mentalen Herangehensweise über die 200m Rücken zu erkennen. Verkrampfte Jette in der Vorwoche noch im letzten Viertel des Rennens, so konnte sie diesmal souverän zu Ende schwimmen und ihre Bestzeit unterbieten. Auch Vanessa steigerte ihre 200m Rücken Bestzeit.

Als im November die Qualifikationsliste für die Deutschen Kurzbahnmeisterschaften veröffentlicht wurde, war die Enttäuschung Steffi Raps deutlich anzumerken. Nur ein paar Zehntelsekunden fehlten über 1500m Freistil um den Sprung unter die Top100 zu schaffen und somit in Berlin an den Start gehen zu dürfen. Aber aufgeschoben ist nicht aufgehoben und so startet Steffi erneut den Versuch sich über 1500m für die DKM zu qualifizieren und verbesserte ihre Bestzeit aus dem November um über 12 Sekunden. Mit nun 18:24,1min hätte es 2016 locker für Berlin gereicht. Jetzt heißt es abwarten und Daumen drücken, dass es dann hoffentlich Ende November 2017 endlich heißt Berlin, Berlin Steffi fährt nach Berlin!.

Pech hatte Luisa Kauper, die seit Freitag krankheitsbedingt nicht mehr trainieren konnte jedoch trotz Erkältung in Bamberg starten wollte. Nach dem Einschwimmen entschieden Julia und Luisa, dass ein Start über 200m Lagen in diesem Gesundheitszustand wenig Sinn hat und Luisa ging nur über ihre Hauptschwimmart Brust über 50m und 100m an den Start. Obwohl sie nicht ganz an ihre persönlichen Bestleistungen heranschwimmen konnte, lieferte in Anbetracht der Umstände einen hervorragenden Wettkampf ab.

 

Eine Zwangspause während der Woche musste Christoph Argauer einlegen, der nach den DMS von einer Erkältung niedergestreckt wurde. So waren die Ergebnisse umso überraschender und lassen auf einen weiterhin erfolgreichen Verlauf der Saison hoffen. Über 50m Brust unterbot er in 32,06 Sekunden seine Bestzeit, über die doppelte Distanz verfehlte er seine DMS-Zeit um lediglich 1/10 Sekunde.

Zwei Starts, drei Bestzeiten?!? Nachdem Flo Müller merkte, dass die Form immer noch super ist, entschied er sich neben seinen gemeldeten Rennen über 50m Brust und 100m Schmetterling in der Mittagspause 50m Freistil außer Konkurrenz zu absolvieren. Zunächst verbesserte Flo seine Bestzeit über 50m Brust auf 30,50 Sekunden, ehe er über 50m Freistil im Rennen allein gegen die Uhr in 24,60 Sekunden anschlug. Das Highlight folgte dann im letzten Rennen über 100m Schmetterling. Zum ersten Mal in seiner Karriere unterbot er über die Schmetterlingsdistanz die Schallmauer von 1:00,00 Minuten und schlug nach 59,67 Sekunden an.

Während des gesamten Tages herrschte super Stimmung untereinander die Laune war bestens. Bleibt zu hoffen, dass sich dies auch auf die kommenden wichtigen Trainingswochen und Wettkämpfe übertragen lässt, dass auch in vier Wochen beim Frühjahrsschwimmfest im SVB die persönlichen Bestzeiten purzeln.