Dresden 2017 – Süddeutsche Lange Strecken

 

1994 fanden in Dresden erstmalig süddeutsche Meisterschaften statt. Damals war ich dort selbst am Start. Erstmals in den neuen Bundesländern war alles mehr oder weniger ein Kulturschock, das Bad war schon 1994 alt , sehr alt. Auch die Stadt war nicht sehr einladend.

Seit 1994 fanden etwa alle zwei Jahre süddeutsche Meisterschaften in Dresden statt. Dies bedeutet das ich schon einige Male zu Gast in dieser Stadt und diesem Bad war. Die Stadt wurde von Mal zu Mal schöner, die Innenstadt wurde saniert und ist inzwischen mit einer der schönsten in Deutschland. Definitiv für jeden einen Reise wert. Das Bad jedoch wurde von Jahr zu Jahr schlimmer. Auch eine Renovierung der Duschen und Umkleiden konnte nicht über die Tatsache hinwegtäuschen, dass die Halle seine besten Zeiten schon lange hinter sich hatte. Selbst meine Sportler kamen schon mehrfach in den Genuss dieses Bades, für einige vielleicht der einzige Kontakt zum „Osten“ wie er damals war.

Doch 2017 eröffnete endlich das langersehnte und dringend notwendige Hallenbad am Freiberger Platz. Nun ist nicht nur die Stadt eine Reise wert, sondern jetzt kann auch endlich das Hallenbad mithalten.

Das neue Bad ist ein reines Sportbad, ein Bad ohne schnick schnack, dafür sehr funktionell. Beim Bau dieses Bades wurde mitgedacht und alles an alles gedacht was für Sportler, sowie größere Wettkämpfe notwendig ist. Das Team das dieses Bad erbaute hatte definitiv Erfahrung und holte sich anscheinend auch die notwendigen Tipps von den Leuten die wissen was in ein Sportbad rein muss. Leider ist dies nicht immer der Fall und man wird von Neubauten oft enttäuscht. Diesmal waren wir begeistert. Kein Passivhaus, keine Lichtspiele in den Duschen, keine rutschigen Fliesen, einfach ein Bad wie Schwimmer es sich wünschen.

 

Auf den Süddeutschen Meisterschaften gingen am Ende noch drei SVB ´ler an den Start.

Luisa Kauper (2003) die erstmals die Qualifikation für diese Meisterschaft erreichte, konnte ihre im Januar aufgestellte Bestzeit über 400m Lagen nochmals verbessern. Am Ende benötigte sie 5:31,54 Minuten. Platz 14 hieß dies am Ende. Zufrieden konnte Luisa mit ihrer ersten Teilnahme an dieser Meisterschaft sein.

Florian Müller (2001) der mit großen Erwartungen in den Wettkampf ging, konnte über die Teilstrecken Rücken, Brust und Kraul überzeugen. Die Teilstrecke Schmetterling lief dafür gar nicht, viel schlimmer jedoch waren seine Wenden. Diese waren weit davon entfernt sie als gut zu bezeichnen. Jedoch zeigte dieser Start wieder das man eben auch im Training konzentriert sein muss. Werden im Training die Wenden schon mehr schlecht als recht durchgeführt, so kann man nicht erwarten das sie im Wettkampf plötzlich optimal laufen.

Für die Zukunft hoffe ich, aus Trainersicht, das irgendwann die Einsicht kommt im Training konzentrierter und bewusster zu arbeiten, damit solche Starts nicht mehr vorkommen.

Am Ende schlug Florian 2 Sekunden über seiner aktuellen Bestleistung an und wurde achter.

Sichtlich verärgert fuhr er von diesem Wettkampf zurück.

Stefanie Raps (2001) musste lernen das man mit einem grippalen Infekt keinen Wettkampf schwimmen sollte. Während sie Samstag noch vom Wettkampf über 800m Freistil abgemeldet wurde, ging sie Sonntag über 400m Lagen an den Start. Vom ersten Meter an sah man ihr die Kraftanstrengung an. Weit hinter ihren Möglichkeiten blieb sie am Ende zurück. Weiterhin hatte der Start die Konsequenz das sie in den Faschingsferien krankheitsbedingt komplett ausfiel. Für die Zukunft wird auch sie aus diesem Fehler gelernt haben.

Fazit wir müssen nochmal hin um mit mehr Bestzeiten zurückzukehren.

Julia Fankel