Bamberg Open und 19. Internationales Landauer Sprinter-Treffen

von Christoph Argauer

Am Wochenende des 24./25. Juni standen mit den Bamberg Open und dem 19. internationalen Landauer Sprinter-Treffen gleich zwei Wettkämpfe auf der Kurzbahn im Terminkalender. Nachdem man Anfang Februar bei den DMS zum letzten Mal auf der 25m-Bahn auf Zeitenjagt gehen konnte, stellten die beiden Wettkämpfe ein besonderes Highlight dar. Für einige ältere Schwimmer der 1. Wettkampfmannschaft war dieses Wochenende zugleich der Saisonabschluss für 2016/2017, welcher nochmals mit schnellen Zeiten und Bestzeiten gekrönt werden sollte. Deshalb ging es Samstag um 6:30 Uhr top motiviert nach Bamberg ins Freibad des WSV Neptun Bamberg.

Dort angekommen, ging es erst einmal darum, sich einen taktisch klugen Platz im Schatten zu sichern, da ein perfekter Sommertag mit über 30°C angekündigt war. Nachdem der (perfekte) Platz gefunden war, ging es anschließend noch darum sich die ein oder andere Sitzgelegenheit zu organisieren, was sich im Nachhinein jedoch als schwerer als Gedacht herausstellten sollte. Eine überengagierte Mutti des WSV Neptun Bamberg meinte nämlich uns des Freibades verweisen zu müssen und mit Polizei zu drohen, wenn wir die organisierten Sitzgelegenheiten nicht unverzüglich zum Babybecken zurückstellen würden. Eine kurze Nachfrage bei den Verantwortlichen klärte die Situation schnell auf, sodass wir anschließend sehr über die „Mutti mit rotem Kopf“ lachen konnten und uns Richtung Einschwimmen begaben.

Bei den Bamberg Open gilt es einen Vierkampf (Schmetterling, Rücken, Brust und Freistil) zu absolvieren, wobei die jüngeren Schwimmerinnen und Schwimmer jeweils über die 50m an den Start gingen, wohingegen die älteren Aktiven jeweils die 100m Distanz zu absolvieren hatten.

Der Wettkampf lief anschließend für das Damen- und Herrenteam sehr unterschiedlich. Nachdem die Jungs noch ihre gute Form von den deutschen Meisterschaften - welche eine Woche zuvor in Berlin stattgefunden hatte - zeigen konnten, hatten die Mädels des Teams mal mehr mal weniger mit Motivationsproblemen zu kämpfen und freuten sich mehr den Tag mit Freunden im Freibad zu verbringen als sich auf den sportlichen Wettkampf zu fokussieren. Dementsprechend waren auch die erschwommenen Zeiten. Florian Müller, Sebastian Feser, Maximilian Deichsel und Christoph Argauer konnten alle mit mindesten zwei neuen persönlichen Bestzeiten überzeugen. Bei den Damen gelangen nur Luisa Kauper neue persönliche Bestleistungen. In den Tageswertungen über die Einzelstrecken zeigte sich wieder einmal, dass der SV Bayreuth vor allem schnelle Brustschwimmer in seinen Reihen hat. So gewannen sowohl Luisa als auch Flo jeweils die 100m Brust mit deutlichem Vorsprung und sicherten sich somit 25€ Siegprämie. Darüber hinaus bestand das gesamte Podium der Männer mit Flo, Basti und Chris aus Schwimmern aus der Wagnerstadt. Als eines der Highlights des Tages stand zum Ende des Vormittages noch die gemischte 8x50m Lagenstaffel auf dem Plan. In der Besetzung Basti Feser, Flo Müller, Steffi Raps, eingekaufter Bamberger Schwimmer, Jette Barthmann, Luisa Kauper, Max Deichsel und Chris Argauer gelang hier mit Platz 2 ebenfalls der Sprung aufs Podium. 

 

Sonntag ging es dann noch für Flo, Basti und Chris nach Landau an der Isar, zum 19. Internationalen Sprinter-Treffen. Da der Wettkampf für schnelle Zeiten und gute Konkurrenz bekannt ist, war das Ziel klar formuliert und alle wollten mit neuen persönlichen Bestzeiten aus Niederbayern abreisen. Deshalb ging es motiviert, fokussiert und mit dem Wissen des Vortages, dass die Form auch eine Woche nach den deutschen Meisterschaften noch stimmt um 6:00 Uhr von Weiden nach Landau, da die drei den Vorabend bei Christophs Eltern in Weiden verbracht hatten um die Anreise nach Landau etwas zu verkürzen. Los ging es für Basti und Chris mit 50m Schmetterling, was beide mit neuen persönlichen Bestzeiten beenden konnte. Basti erschwamm sich zudem Platz 7 und konnte sich als Nachrücker für das Finale qualifizieren. Da ein Konkurrent auf seinen Start verzichtete, durfte Basti am Nachmittag nochmals über die Schmetterlingsstrecke starten. Flo zeigte parallel seine Qualitäten an der Stoppuhr und konnte die Zeiten von Basti und Chris bis auf 5/100 Sekunden stoppen.

Weiter ging es mit den 50m Brust und 100m Freistil, bei welchen alle drei an den Start gingen. Über die 50m Brust konnte Flo zum ersten Mal in seiner Karriere die 30 Sekundenmarke unterbieten und qualifizierte sich in 29,8 Sekunden als Zweiter für das Finale. Dort bestätigte er seine Zeit von 29,8 Sekunden nochmals und wurde mit der Silbermedaille belohnt. Chris schwamm zum ersten Mal unter die 32-Sekunden-Grenze und stellte mit 31,7 Sekunden einen neuen persönlichen Rekord auf. Leider verpasste er als siebter das Finale um 4/100 Sekunden. Auch Basti schwamm mit 32,1 Sekunden PBZ.

Den Abschluss bildeten die 100m Freistil. Motiviert von den bisherigen Wettkampfergebnissen stellten alle drei sehr starke neue persönliche Rekorde auf. Chris schwamm in 55,7 Sekunden zum ersten Mal in seinem Leben unter die 56 Sekunden-Marke, Basti (53,9) und Flo(53,8) knackten zum ersten Mal die Schallmauer von 54 Sekunden. Flo und Chris waren sich nach dem Rennen einig, es waren „Once in a Lifetime“-Rennen und sie werden diese Zeiten vermutlich nie wieder schaffen. Abwarten, im Herbst beginnt die neue Kurzbahnsaison!

Mit acht neuen persönlichen Bestzeiten bei acht Starts, war der Sonntag in Landau mehr als erfolgreich. Ein besonderes Highlight stellte noch die Heimfahrt dar. Der NZ20 erreichte den Meilenstein von 100.000km, was von den Jungs mit großem Applaus gefeiert wurde.